Hohe Schulden und Verluste belasten kommunale Betriebe in Belgrad

12.10.2026

Die schwierige finanzielle Lage der Belgrader Kommunalunternehmen ist ein zentrales Thema in der serbischen Hauptstadt und beschäftigt sowohl Expert*innen als auch die Opposition. Kommunalunternehmen schulden Lieferant*innen insgesamt 256 Millionen Euro, während mehrere Unternehmen erhebliche Verluste verzeichnen. Besonders betroffen sind die Belgrader Fernwärme, die allein dem Gasversorger Srbijagas rund 128 Millionen Euro schuldet, sowie die Verkehrsbetriebe GSP, deren Nettoverlust 2025 bei 1,2 Millionen Euro lag. Dem GSP droht wegen Lieferant*innenschulden von 51,2 Millionen Euro eine Kontensperre – mehr als 200 Lieferant*innen erwägen rechtliche Schritte. Laut Nikola Jovanović vom Zentrum für lokale Selbstverwaltung sind Missmanagement und mangelnde Kontrolle zentrale Ursachen der Krise, während trotz eines hohen städtischen Zuschusses für den öffentlichen Verkehr ein großer Teil der Mittel an private Betreiber*innen fließt.

Quelle: Danas, Belgrad