Obdachlosenzentrum im siebten Prager Bezirk wird saniert

21.9.2026

Die Prager Stadtverwaltung hat die Vorbereitung einer umfassenden Sanierung des von der Heilsarmee betriebenen Obdachlosenzentrums in der Tusarova-Straße im siebten Prager Bezirk genehmigt. Die Kosten des Umbaus werden auf rund 8,6 Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer geschätzt. Nach der Modernisierung soll die Einrichtung 60 reguläre Betten sowie 20 weitere Plätze mit verstärkter Betreuung für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen bieten. Angesprochen werden insbesondere Personen nach einem Krankenhausaufenthalt, Senior*innen ohne familiären Rückhalt sowie Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder komplexen gesundheitlichen und sozialen Problemen. Die bisherige Schlafunterkunft und das Tageszentrum sollen in ihrer bisherigen Form nicht fortgeführt werden; stattdessen entstehen zusätzliche Zimmer für Klient*innen mit erhöhtem Betreuungsbedarf. Gleichzeitig sollen die medizinischen Angebote ausgebaut werden, unter anderem durch eine Hausarztpraxis und möglicherweise eine psychiatrische Ambulanz. Ein Teil der Räumlichkeiten soll bei Bedarf außerdem als Quarantäne- oder Isolationsbereich genutzt werden können. Ziel des Projekts ist es, in Prag eine stärkere Verbindung zwischen Sozial- und Gesundheitsversorgung für wohnungslose Menschen zu schaffen. Hintergrund ist, dass in der Hauptstadt, nach Einschätzung der Stadt, zunehmend Menschen ohne festen Wohnsitz leben, die zugleich auf medizinische und soziale Unterstützung angewiesen sind.

Quelle: Pražskýpatriot.cz, Prag