Stadt Prag investiert in bessere Nutzung von Müllverbrennungsrückständen

12.6.2026

​Die Stadt Prag stellt dem kommunalen Entsorgungsunternehmen Prager Dienste rund 34 Millionen Euro für die Modernisierung der Müllverbrennungsanlage ZEVO Malešice bereit. Die Stadtregierung hat die Mittel genehmigt, das Stadtparlament entscheidet in Kürze darüber. Im Fokus steht das Projekt Fénix, das die Behandlung von Asche und Schlacke aus der Abfallverwertung verbessern soll. Ziel ist die Trennung der Rückstände sowie die verstärkte Nutzung der Schlacke als Baumaterial, insbesondere im Straßenbau. Dadurch sollen Deponiemengen reduziert sowie Metalle und Rohstoffe zurückgewonnen und Primärrohstoffe eingespart werden. Zudem werden positive Effekte auf die CO₂-Bilanz erwartet. Die Investition gewinnt angesichts knapper Baustoffe in Tschechien an Bedeutung und dürfte sich in zwölf bis dreizehn Jahren amortisie​​ren. Die Umsetzung erfolgt in zwei Bauphasen von 2026 bis 2029, die Finanzierung schrittweise. PSAS hat bereits Erfahrungen mit Schlacke gesammelt, etwa bei Parkflächen in Malešice. Künftig ist ein breiterer Einsatz im Straßenbau geplant. Die Anlage verarbeitet jährlich rund 250.000 Tonnen Siedlungsabfall und erzeugt Strom und Wärme für etwa 20.000 Haushalte. Dabei fallen 50.000 bis 60.000 Tonnen Schlacke an, deren Nutzung ausgeweitet werden soll.

Quelle: Pražskýpatriot.cz, Prag