Vergesellschaftung könnte Berlin Milliarden kosten
2.11.2026
Die möglichen Koalitionspartner Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen und die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) planen, Immobilienkonzerne mit mehr als 10.000 Wohnungen in Berlin zu vergesellschaften. Betroffen wären schätzungsweise 150.000 bis 160.000 Wohnungen, für die eine Entschädigung von maximal 16 Milliarden Euro vorgesehen ist. Der Ökonom Jonas Zdrzalek vom Kiel Institut für Weltwirtschaft hat die Finanzierung untersucht und kommt zu dem Ergebnis, dass die Mieteinnahmen die laufenden Kosten sowie Zins und Tilgung zunächst nicht decken würden. Je nach Kreditlaufzeit müsste das Land Berlin im ersten Jahr zwischen 332 und 500 Millionen Euro zuschießen. Auch langfristig bliebe bei einer Laufzeit von 50 Jahren ein Finanzierungsdefizit von rund 2,17 Milliarden Euro. Bei einer Laufzeit von 30 Jahren wären sogar Zuschüsse von insgesamt 6,16 Milliarden Euro notwendig. Die Berechnungen beruhen allerdings auf Annahmen zu Entschädigung, Mieteinnahmen und Finanzierungskonditionen, die bislang noch nicht abschließend geklärt sind.